Erst kürzlich erhielt die
Swisscom die Konzession für die Fernsehübertragung per Handy. Die Konzession ist für die nächsten 10 Jahre gültig und die neuen zu errichtenden Antennen sollen künftig die ganze Schweiz abdecken. Für die Swisscom ist das natürlich ein äusserst lukratives Geschäft, doch nun droht vielleicht dem Handy-TV, dem so genannten
DVB-H, das vorzeitige aus und dies so kurz vor der Fussball Europameisterschaft im eigenen Land.
Die Schweizerische Interessengemeinschaft Elektrosmog-Betroffener (
IG Gigaherz) stellt sich quer und möchte gegen die Errichtung von neuen Antennen, welche das DVB-H ermöglichen, vorgehen. Sie erwägen dabei sogar den Schritt bis vor das Bundesgericht. Da unser Leben schon genug vom Elektrosmog geprägt ist, ist der Widerstand gegen diese neuen Antennen wohl offensichtlich. Um die kurzen Videosequenzen übertragen zu können, muss eine Antenne auch eine dementsprechende starke Sendeleistung aufweisen.
Die Swisscom aber will ihren Weg wie bisher weiter gehen. Da sie die Konzession nun erhalten haben und der Bund ihr den Auftrag gab, eine dementsprechende Infrastruktur aufzubauen, wird die Swisscom wohl keinen Rückzieher in dieser Angelegenheit machen. Bis kurz vor der EM sollen zumindest in den vier Schweizer Städten Zürich, Bern, Basel und Genf der Empfang via Handy möglich sein.
So wie ich die Sache sehe, wird wohl das DVB-H auch in der Schweiz nicht aufzuhalten sein, denn der Fortschritt hält Einzug, ob wir nun wollen oder nicht.